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Wir 2.0

Feiertage neu denken!

Sind wir noch zeitgemäß? WiH-Redakteurin Amina macht sich Gedanken zu einem sehr kontroversen Thema

  Amina Denkena | 01.06.2022

Feiertage in Niedersachsen

Ein Feiertag jagt den anderen: Erst der Tag der Arbeit, dann Himmelfahrt und bald ist Pfingsten. Das sind drei der insgesamt zehn gesetzlichen Feiertage in Niedersachsen. Einer der genannten Feiertage unterscheidet sich von den übrigen. Der Tag der Arbeit ist ein politischer Feiertag, Himmelfahrt und Pfingsten dagegen sind christlich. Die Feiertage sind durch das Feiertagsgesetz geregelt. Die christlichen Feiertage wurden aus der Weimarer Republik übernommen und zeitgleich die Ernennung einer Staatskirche verboten. Zu dieser Zeit war die Bevölkerung Deutschlands fast ausschließlich christlichen Glaubens und auch heute noch ist Deutschland christlich geprägt.

Da sich die Gesellschaft im stetigen Wandel befindet, sich Kulturen mischen und Multireligiosität ein großes Thema ist, sollte die bestehende Regelung zu gesetzlichen Feiertagen hinterfragt werden. Ist es zeitgemäß, dass im Kalender die meisten Feiertage (acht von zehn) christliche Feste sind? Wie können andere Weltanschauungen und die dazugehörigen Feste miteinbezogen werden? Eine Möglichkeit wäre ein Feiertagskontingent: Jede Person erhält die gleiche Anzahl an Feiertagen und kann sie frei über das Jahr verteilen. So können alle für sich entscheiden welche Feste zelebriert werden und welche nicht. Eine andere Herangehensweise kann die Umstrukturierung des Feiertagskalenders bedeuten: Es wäre doch repräsentativ, wenn muslimische, jüdische oder hinduistische Feste gesetzlich anerkannt und gemeinsam gefeiert werden.

Jedoch ist es bei dieser Variante schwierig alle mit einzubeziehen, da die Vielfalt nicht in ein paar Feiertagen abzudecken ist. Vielleicht doch ein Kontingent und generelles ehrliches Interesse für die Feste anderer Religionen und Kulturen?

Welt-in-Hannover.de bedankt sich herzlich für die tolle Unterstützung bei den vielen ehrenamtlichen Helferinnen und Helfern, sowie zahlreichen Organisationen und hofft auf weitere gute Zusammenarbeit.

Schirmherrin des Projekts Welt-in-Hannover.de ist Frau Doris Schröder-Köpf, Landesbeauftragte für Migration und Teilhabe.

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