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„Manche Artikel stießen auf ein riesiges Interesse …“

„Kehr-aus“ bei halloLindenLimmer.de. Nach 20 Jahren stellt der Publizist Klaus Öllerer zum Jahresende das Online-Magazin aus Altersgründen ein.

  Wolfgang Becker | 21.12.2021

Im Jahre 2001 hatte Klaus Öllerer das Magazin gestartet. Seitdem berichtete er täglich aktuell im Internet über kleine und große Ereignisse im Stadtbezirk Linden-Limmer. „Sehr dankbar“ ist Öllerer seinen Leser*innen und auch den zuletzt drei Dutzend treuen Anzeigenkunden, über die er die Publikation finanzierte.

„Über 2.000 Seitenaufrufe haben wir im Durchschnitt täglich. Manche Artikel stießen auf ein riesiges Interesse und wurden zigtausendmal aufgerufen“, schreibt der Publizist in der jüngsten Online-Ausgabe: „Und nun der Grund für die Einstellung: Es ist mein Alter. Mit 72 Jahren muss ich meine bisherige Arbeitsintensität verringern.“

Der Name Öllerer machte erstmals 1973 Schlagzeilen. Damals war er in der maoistischen Politsekte KPD/ML aktiv und rebellierte als „Wehrkraftzersetzer“ in der Bundeswehr. Der Mann, der sich heute selbst als „überzeugter Demokrat“ verortet, ist auch als Publizist durch seine kritischen Sichtweisen bekannt geworden. Zum Beispiel durch die Initiative „Klimakontroverse“ oder seine Zweifel an den Corona-Maßnahmen.

Provozieren - ja, das konnte Klaus Öllerer. Und bediente sich dabei in jüngerer Zeit nicht selten der klassischen Argumente und Werkzeuge von Rechtspopulisten. Dennoch hinterlässt das Ende seines Online-Magazins eine spürbare Lücke in der Lindener Medienwelt. Immerhin berichtete Klaus Öllerer 20 Jahre lang über viele Themen im Stadtteil, was ihn über die Grenzen Lindens hinaus als engagierten Journalisten bekannt machte.

Klaus Öllerer in Schweden Sommer 2015
Klaus Öllerer in Schweden Sommer 2015
Klaus Öllerer in Schweden Sommer 2015
Klaus Öllerer in Schweden Sommer 2015

„An die lange Zusammenarbeit mit den vielen Menschen aus allen Richtungen denke ich immer wieder gerne“, resümiert Öllerer zum Abschied. Er will sich jetzt vermehrt seiner Familie und insbesondere den vier Enkelkindern widmen. Den Lebensabend wird er sicher mit seiner Frau Sabine oft in Schweden verbringen. Zu dem Land habe er „ein sehr angenehmes Gefühl“, sagt er.

Das „Aus“ des Online-Magazins „halloLindenLimmer.de“ ist bei aller Kritik ein publizistischer Verlust. Das war schon 2015 so, als Öllerer und Partner*innen nach acht Jahren die monatliche Herausgabe der „Linden-Limmer Zeitung“ einstellten. Nun bleiben noch einmal im Monat der von Hans-Erich Wiesemann herausgebrachte „Lindenspiegel“, der wöchentliche „Stadtanzeiger West“ von HAZ und NP sowie das Kirchenmagazin „VorOrt“. Online gibt es noch diverse Gruppen in den Sozialen Medien, das Magazin „Punkt-Linden.de“ und natürlich unsere von Faust und kargah herausgegebene Website „Welt-in-Hannover.de“.

Fotos: Wolfgang Becker

Welt-in-Hannover.de bedankt sich herzlich für die tolle Unterstützung bei den vielen ehrenamtlichen Helferinnen und Helfern, sowie zahlreichen Organisationen und hofft auf weitere gute Zusammenarbeit.

Schirmherrin des Projekts Welt-in-Hannover.de ist Frau Doris Schröder-Köpf, Landesbeauftragte für Migration und Teilhabe.

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