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Carl-Peters-Gedenkorte

Gedenkorte für Carl-Peters

„Er erwarb Deutsch Ostafrika für sein Vaterland.“

Im Rahmen der Workshopreihe "Kein Platz für Kolonialismus" führte die freie Journalistin Hanna Legatis die Teilnehmer*innen Mitte November 2021 auch auf den Engesohder Friedhof.

  Martin Tönnies | Martin Tönnies | 17.11.2021

Der Gedenkstein zu Ehren des Kolonialisten Carl Peters in der Südstadt ist seit rund einem Jahr Stadtgespräch. Die Betonplastik war 1935 von den hannöverschen Nationalsozialist*innen gefertigt worden.

Kritiker*innen werfen Stadt und Bezirksrat vor, bislang nicht ausreichend auf die im Stadtbild präsente Huldigung von Carl Peters reagiert zu haben. Immerhin hätten die lokalpolitisch Verantwortlichen vor etwa 30 Jahren Ort des Gedenksteins, den „Carl-Peters-Platz“ in „Bertha-von-Suttner-Platz“ umbenannt und den Stein um eine Steinplatte mit zeitgemäßer Einordnung ergänzt.

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Grabstein nicht angemessen

Auf dem Engesohder Friedhof existiert zudem seit Peters’ Tod im Jahr 1918 eine Grabanlage in exponierter Ausgestaltung, zeitweilig gar als „Ehrenmal“. Tatsächlich stünden diese Orte nach Hanna Legatis’ Worten sinnbildlich für schwerste Kolonialverbrechen, die nicht länger eine Würdigung erfahren dürften.

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kargah bleibt dran

Der Verein kargah e.V. fordert eine breite Auseinandersetzung zu der Frage „Wie wollen wir uns erinnern?“. kargah steht dazu unter anderem mit dem Flüchtlingshilfefonds e.V. in Kontakt, sowie mit Anwohner*innen des Bertha-von-Suttner-Platzes.

Welt-in-Hannover.de bedankt sich herzlich für die tolle Unterstützung bei den vielen ehrenamtlichen Helferinnen und Helfern, sowie zahlreichen Organisationen und hofft auf weitere gute Zusammenarbeit.

Schirmherrin des Projekts Welt-in-Hannover.de ist Frau Doris Schröder-Köpf, Landesbeauftragte für Migration und Teilhabe.

kargah e. V. - Verein für interkulturelle Kommunikation, Migrations- und Flüchtlingsarbeit    Kulturzentrum Faust e. V.    Landeshauptstadt Hannover