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Premiere im Schauspielhaus

"THE REVOLT – Ich bin nicht tot“

Ein bewegendes Theaterstück über das Altern, mit eindrucksvoller Leistung von bekannten hannoverschen Laiendarsteller*innen.

  Wolfgang Becker | 09.07.2021

„Daddy cool“ von der Popgruppe Boney M. stimmt Abayomi Bankole an und tanzt dazu, die anderen fünf Protagonist*innen machen begeistert mit. Die ehemalige NDR-Journalistin Hanna Legatis ist mit ihren 67 Jahren die Jüngste von ihnen. Sie erinnert sich an erste Politerfahrungen bei der Rote-Punkt-Aktion in Hannover und an ihre Fernsehzeit bei „Hallo Niedersachsen“.

Auf der Bühne ist ein Glasgebäude aufgebaut, aufgeteilt in sechs möblierte Räume. Darin agieren die Laiendarsteller*innen wie in ihrem persönlichen Zuhause. Neben MiSO-Vorstand Bankole und Legatis auch die ehemalige SPD-Bundestagsabgeordnete Monika Ganseforth, der Journalist Heinrich Kronlage sowie Judith Marach und Hans-Günter Greve. Außerhalb des Gebäudes agieren zwei Pflegekräfte in weißen Overalls.

Alle berichten über Stationen aus ihrem bewegten Leben. Es geht um Kindheit und frühe Partnerschaften, um Berufserfahrungen und um Erotik. Dazu flimmern bewegte Bilder über die Bühne, die der Videokünstler Mikko Gaestel eingespielt hat hat. Immer wieder gibt es persönliche Fotos und Nahaufnahmen der Darsteller*innen.

„‘Ich bin nicht tot‘ ist ein Stück, das sich an der Schnittstelle von Realität und Fiktion bewegt“, heißt es im Programmheft. Die argentinische Regisseurin Lola Arias und ihr Team haben es mit Laiendarsteller*innen bravourös in Szene gesetzt.

„Es ist eine großartige Chance, uns mit der Frage zu beschäftigen, wie wir die letzten Jahre unseres Lebens verbringen wollen“, so Arias im Interview mit Barbara Kantel: „Dieses Stück kommt also aus einem echten Bedürfnis heraus, auch zu hören, was ältere Menschen und Pfleger*innen über die Erfahrung des Alterns heute zu sagen haben“. Gegen Ende des Stückes geht es – nach Behandlung des Themas Sexualität im Alter – um den unausweichlichen Tod. Findet dieser im Seniorenheim statt, darf es dabei Sterbehilfe geben? Die Meinungen der Protagonist*innen sind sehr differenziert.

Am Schluss der ausverkauften Premiere am 8. Juli 2021 gibt es lang anhaltenden Beifall. Dieser gilt besonders der eindrucksvollen Leistung der Darsteller*innen, die allesamt in der hannoverschen Szene prominent sind. Seit Anfang Mai wurde für das sehenswerte Stück intensiv geprobt.

Aufführungen gibt es im Rahmen des „Festivals Theaterformen“ in der weiteren Spielsaison.

Bühnenfotos: Kerstin Schmoburg

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