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Von-Alten-Garten1

Rückzugsorte

Auf der Flucht vor zu viel Sommersonne und dem Hitzekessel Stadt

Der Von-Alten-Garten in Linden-Mitte ist bei Hitze ein echter Lebensretter für alle, die in der Nähe wohnen, arbeiten oder zur Schule gehen.

  Claudia Ermel | 22.06.2021

Jede (Jahres-)Zeit hat ihre Plätze, oder besser gesagt: Meine Lieblingsplätze hängen immer auch vom Klima ab. Wer will schon bei 30 Grad auf einer sonnigen Bank an der Kirchenmauer verschmoren, wenn nur einige Straßen weiter inmitten des dicht bebauten und verkehrsreichen Stadtteils Linden-Mitte ein kühler Mini-Stadtwald lockt?

Sicher, es gibt auch Hartgesottene, die auf schattenlosen Plätzen oder längst verdorrten Rasenflächen hoffen, zumindest ein wenig ihrer gewohnten Urlaubsbräune zu erhaschen. Doch für alle anderen lohnt es sich - selbst mitten in einer Stadt - nach etwas versteckteren kühlenden Enklaven zu suchen. Der Von–Alten-Garten ist jedenfalls 'mittendrin' und eher unscheinbar und etwas abseits vom Trubel gelegen. Und doch ist der Haupteingang zu dem Park keine fünf Minuten vom quirligen Lindener Markt entfernt.

Mit seinen, teils hohen, Schatten spendenden Bäumen auf einer größeren Rasenfläche, die von zahlreichen Verbindungswegen durchquert wird, bietet der Park den perfekten Kurz-Ausflug. Mit zahlreichen Ruhebänken und einem Kinderspielplatz gleich hinter dem Eingangsportal finden Jung und Alt hier angemessene Kurzweil und Erholung. Zudem stellt der Von-Alten-Garten durch seine Lage eine Schnittstelle zwischen den Stadtteilen Linden-Süd und Linden-Mitte dar und wird auch gern von Radfahrer*innen benutzt.

Vielfalt ist selbstverständlich

Hier treffen - eher nebenbei - die unterschiedlichsten Menschen aufeinander. Während sich wochentags vereinzelte Mittagspäusler aus den umliegenden Büros, Schulen oder Geschäften auf einer der über das gesamte Areal verteilten Bänke niederlassen, finden sich auch kleine Gruppen auf den Rasenflächen zusammen, praktizieren „Bewegung im Park“, manchmal Yoga, Chi-Gong oder Capoeira. Spaziergänger*innen mit und ohne Kinderwagen, verschnaufende, quatschende oder auch lesende Menschen jeden Alters suchen sich hier einen Platz zum kurzen oder auch längerem Verweilen.

Sonntags trifft sich regelmäßig eine Gruppe Afrikaner*innen auf der Wiese zum Grillen. Vor zwei Jahren hatte der ADV (Afrikanischer Dachverband) hier sogar sein Sommerfest geplant. Ein infernalischer Regenguss hat seinerzeit gewiss nicht nur ihnen dann aber einen Strich durch die Rechnung gemacht. Mein Keller war damals jedenfalls überschwemmt - das Fest des ADV fiel wohl halbwegs ins Wasser.

Einen Kiosk oder gar ein Café gibt es in diesem kleinen Park natürlich nicht. Doch im alten Teil - dem einstigen Barockgarten - finden manchmal sogar Konzerte statt. Er hat nicht die Weitläufigkei vom Georgengarten oder der Eilenriede, doch als Mini-Erholungspark ‚gleich nebenan‘ weiß nicht nur ich auch diesen Rückzugsort zu schätzen.

Wie ist die Grünanlage zu finden?

Der Hauptzugang zum Garten liegt bei den ehemaligen Torhäusern an der Posthornstraße in Höhe der Von-Alten-Allee. Weitere Eingänge befinden sich an der Niemeyerstraße, der Kirchstraße, dem Thöneweg, am Deisterplatz, der Godehardistraße und an der Hermannschen Gärtnerei. Zu erreichen ist der Von-Alten-Garten mit der Stadtbahnlinie 9, Haltestelle „Lindener Marktplatz“. Von hier sind es nur fünf Gehminuten entlang der Posthornstraße.

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