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Zeynab Jalalian_Rechtsanwältin Soheila Hidjab

Offener Brief

Zwei im Iran inhaftierte Frauen, Zeynab Jalalian und Rechtsanwältin Soheila Hidjab, schreiben aus dem Gefängnis

Der vorliegende Brief verdeutlicht sodann erneut, dass das Regime trotz der katastrophalen Lage im Land, keinen Deut von seiner Agenda abweicht, politische Gegner mit allen Mitteln zu unterdrücken.

  Zainab Jalalian | Soheila Hidjab | 09.07.2020

Es sind sehr bedrückende Nachrichten, die uns aktuell aus dem Iran erreichen. Dieses Mal nicht in Form von Presseberichten, über die im Land grassierende Corona-Pandemie, welche das Regime lange Zeit heruntergespielt-, um dann als sich der Iran bereits zu einem der weltweiten Corona-Hotspots entwickelt hat, von einem Versagen in das nächste zu stolpern, natürlich begleitet von durch die Staatsmedien verbreiteten Falschmeldungen, insbesondere was die Zahl der Infizierten, sowie Todesfälle betrifft.

Der vorliegende Brief verdeutlicht sodann erneut, dass das Regime trotz der katastrophalen Lage im Land, keinen Deut von seiner Agenda abweicht, politische Gegner mit allen Mitteln zu unterdrücken. Vielmehr noch lässt das Verhalten des Regimes den dunklen Verdacht zu, es würde die Pandemie gezielt nutzen, um ihre politischen Gegner auszuschalten.

Mit rührenden Worten beschreiben Frau Zeynab Jalalian und Soheila Hidjab, wie ihnen fundamentale Menschenrechte vom Regime verwehrt werden, was schließlich das Motiv für ihren bis zum heutigen Tag andauernden Hungerstreik ist.

Doch darf man sich nicht täuschen lassen. Ihr Wille zum Widerstand gegen das Regime ist ungebrochen. So schreibt Soheila Hidjab in einem zweiten Brief:

„Mein Körper ist im Kampf gegen die Tyrannei zu einer brennenden Fackel geworden, niemals werde ich vor ihnen auf die Knie sinken!“

Sie beendet den Brief mit der Aufforderung an ihre Mutter, dass ihr Leichnam, sollte Sie im Gefängnis getötet werden, nicht von ihr in Empfang genommen werden solle, da Sie diese Regierung nicht anerkenne.

Welt-in-Hannover.de bedankt sich herzlich für die tolle Unterstützung bei den vielen ehrenamtlichen Helferinnen und Helfern, sowie zahlreichen Organisationen und hofft auf weitere gute Zusammenarbeit.

Schirmherrin des Projekts Welt-in-Hannover.de ist Frau Doris Schröder-Köpf, Landesbeauftragte für Migration und Teilhabe.

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