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Lipi Ahmed

Gespräch bei der IIK

"Kulturellen Austausch voranbringen"

Interview mit Mahjabin Ahmed von der Initiative für Internationalen Kulturaustausch e.V.

  Suna Meier-Berndt | 04.01.2019

Lipi Mahjabin Ahmed, die Leiterin von IIK, lebt bereits seit 26 Jahren in Hannover. Sie stammt aus Bangladesch und möchte den Austausch zwischen den Menschen der verschiedenen Kulturen in Hannover fördern. Außerdem möchte sie erreichen, dass Migrant*innen und Geflüchtete stärker in der Gesellschaft mitbestimmen können.

Lipi, erzähl uns, was genau ist die „IIK“?

Der Verein wurde 1989 gegründet. Es war damals Plan und Zweck der Gründung, Menschen unterschiedlicher Kulturen zusammen zu bringen, damit sie sich austauschen und voneinander lernen können. Wenn die Menschen nur mit ihresgleichen zusammen sein wollen, sind sie noch nicht angekommen. Damals war IIK der einzige Verein, in dem sich unterschiedliche Kulturen gemischt haben und nicht jeder bei sich blieb. Natürlich gab es bereits einen Verein der verschiedenen Migranten-Communitys, aber keinen, in dem alle Kulturen gemeinsam etwas unternommen haben.

Und was für Angebote und Projekte bietet ihr?

Wir bieten Beratungen zu allen möglichen Themen, hauptsächlich zu sozialen und beruflichen Themen. In der Erwachsenenbildung und im schulischen Bereich sind wir ebenfalls aktiv, bieten Deutschkurse an und bilden seit einigen Jahren regelmäßig Bürokaufleute aus. Oft haben wir auch größere Projekte, wie das EU-Projekt "IntegART", bei welchem mit verschiedenen Ländern der EU zusammengearbeitet wurde, oder das Musik-Projekt "MiO – Immigranten-Orchester-Hannover". Das Ergebnis des Graffiti-Projekts "Guck – Wir sind hier" ist gut an unserem Gebäude zu erkennen. Außerdem organisieren wir Veranstaltungen zu aktuellen politischen Themen. Dazu gehören Info- und Protest-, aber auch Bildungsveranstaltungen. Für ältere Menschen bieten wir seit drei Jahren das Projekt "Miteinander 55+" und für Jugendliche und junge Erwachsene gibt es "Move it".

Was sind die Ziele von IIK?

Wir wollen Menschen dabei helfen, sich zu integrieren und Kontakt mit anderen aufzunehmen. Dabei wollen wir sie informieren, kulturellen Austausch voranbringen, Bildungsmöglichkeiten aufzeigen und bei der Selbstverwirklichung helfen. Dazu wollen wir das ehrenamtliche Engagement fördern. 70 Freiwillige sind neben den hauptamtlichen und projektbezogenen Mitarbeiter*innen sowie zwei Auszubildende und Praktikant*innen aktiv.

Durch was möchtet ihr begeistern?

Unser Verein möchte mit unserer guten Arbeit überzeugen. Wir hoffen darauf, dass Menschen, die sich bei uns kennengelernt haben, irgendwann auch privat zusammensitzen und miteinander deutsch sprechen. Unterschiedliche Kulturen können sich hier begegnen. Die Mensch, die hier ankommen, sollen merken, dass sie etwas erreichen können. Sie sollen ihre Fähigkeiten austauschen und teilen und hoffentlich davon profitieren.

Worum geht es denn bei dem Projekt „Move it“?

Wir wollen mit den Teilnehmenden etwas auf die Beine stellen und sie dazu bringen, sich selbst zu engagieren! Die Teilnehmer*innen können Vorschläge einbringen und gemeinsam denken wir uns dazu etwas aus. Sie sollen lernen, ihre eigenen Kompetenzen und Möglichkeiten zu nutzen und sich einzubringen, um gemeinsam stärker zu werden, etwas mitzunehmen und sich dabei in unserer Demokratie zu engagieren. Dabei wollen wir auch den Bekanntheitsgrad der IIK und kleineren Vereinen, die vielleicht mitmachen, vergrößern und eine Vernetzung schaffen.

Woher kommen die Teilnehmer*innen für eure Projekte, wie zum Beispiel dem Projekt „Move it“?

Viele der Teilnehmer*innen haben eine Migrations- oder Fluchtgeschichte. Einige haben hingegen keinen Migrationshintergrund. Sie sind auf unterschiedliche Weise auf die Projekte aufmerksam gemacht worden. Zum Beispiel durch die Öffentlichkeitsarbeit kommen immer wieder neue Leute hinzu. Außerdem verteilen wir Infomails, Newsletter und andere Werbung, wie Flyer, für die Projekte. IIK ist außerdem durch ihre langjährige Arbeit in Linden vielen bekannt und kann dadurch auf ein großes Netzwerk zurückgreifen.


Alle Interessierten, mit oder ohne Fluchtgeschichte, zwischen 16 und 30 Jahren sind herzlich eingeladen, sich bei "Move it" zu beteiligen. Der nächste Termin ist der

8. Januar 2018 (18 Uhr)

in der Warenannahme (Kulturzentrum Faust)

Kommt zu „Move it“, wenn ihr etwas bewegen wollt! Wir von Welt-in-Hannover.de werden die Gruppenergebnisse von „Move it“ gerne auf unserem Internetportal präsentieren!

Welt-in-Hannover.de bedankt sich herzlich für die tolle Unterstützung bei den vielen ehrenamtlichen Helferinnen und Helfern, sowie zahlreichen Organisationen und hofft auf weitere gute Zusammenarbeit.

Schirmherrin des Projekts Welt-in-Hannover.de ist Frau Doris Schröder-Köpf, Landesbeauftragte für Migration und Teilhabe.

kargah e. V. - Verein für interkulturelle Kommunikation, Migrations- und Flüchtlingsarbeit    Kulturzentrum Faust e. V.    Landeshauptstadt Hannover